Support/Knowhow Veredelung

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Grundlagen der Farbenlehre & Grafik

Subtraktive Farben (CMYK):
Diese setzen sich aus folgenden Grundfarben zusammen: Cyan, Magenta und Yellow. Mischt man alle drei Farben zusammen ergibt es ein dunkelbraun (Theoretisch Schwarz). Um einem Bild die Tiefe zu geben, nimmt man noch Schwarz. So ergibt sich die Bezeichnung CMYK. Das Grundprinzip der Körperfarben werden bei allen Druckverfahren verwendet.

Die Pantone-Farben:
Im Farbspektrum der Pantone-Farben gibt es über 1’000 Farben, welche aus 14 Basisfarben gemischt werden. Viele Firmen haben eine solche Farbe in Ihrem Corporate Design definiert.

Der Vorteil einer solchen Definition ist, dass bei allen Druckerzeugnissen eine möglichst identische Farberscheinung erzielt werden kann. Es gibt aber zu beachten, dass bei einem CMYK Druck nur bedingt der gewünschte Pantone-Farbton erzielt werden kann. Auch beeinflusst die Hintergrundfarbe des zu bedruckenden Artikels die Erscheinung der Farbe.

Vektorgrafiken:
EPS, SVG, AI, PDF?! Was diese Kürzel gemeinsam haben, wofür Vektorgrafiken gut sind und Tipps aus der Praxis findet man im folgenden Abschnitt.

Eine Vektorgrafik ist eine Computergrafik, die auf sogenannten grafischen Primitiven wie Farben, Formen, Kurven und Linien basiert. Es ist eine auf einer Ebene dargestellte 2D Grafik. Vektorgrafiken basieren nicht auf einzelnen Pixeln wie Bilder.
Was ist der Vorteil von Vektorgrafiken?
Vektorgrafiken basieren auf einer Bildbeschreibung, die die Objekte, aus denen das Bild aufgebaut ist, exakt definiert. Ein Beispiel: Ein Kreis in einer Vektorgrafik beinhaltet Lage des Mittelpunktes, Radius, Linienstärke und Farbe. Nur diese Parameter werden gespeichert. Aus diesem Grund sind Vektoren verlustfrei und platzsparend. Ein weiterer Vorteil ist die stufenlose und verlustfreie Skalierbarkeit der Grafik. Pixelgrafiken werden unscharf und verlieren an Qualität, wenn man sie größer skaliert und sind nicht mehr richtig erkennbar.


Webwissen Vektorgrafik
Vektorgrafik
Webwissen Pixelgrafik
Pixelgrafik

Egal wie hoch oder niedrig die Auflösung des Ausgabegerätes ist, Vektorgrafiken erlauben es, Dokumente mit der höchstmöglichen Auflösung auf Bildschirmen darzustellen. Durch die Auflösungsunabhängigkeit sind Vektorgrafiken sowohl für die Wiedergabe auf dem Bildschirm, als auch im Druck geeignet. Besonders bei der Erstellung von Illustrationen, Grafiken und Logos finden Vektorgrafiken ihren Einsatz. Logos werden beispielsweise immer in verschiedenen Größen verwendet und daher als Vektorgrafik erstellt.

Veredelungsmethoden

Tampondruck
Besondere Anforderungen an die Werbeanbringung auf einem Werbeartikel sind dann gestellt, wenn dreidimensionale Werbeartikel mit schwierigen, unebenen oder runden Flächen und ganz speziellen Materialeigenschaften mehrfarbig und qualitativ hochwertig bedruckt werden sollen. Für diese Anforderungen zum Bedrucken von Werbeartikeln und Werbemitteln hat sich unter anderem der Tampondruck etabliert.

Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren, das sich durch Schnelligkeit und gleichzeitig durch relativ geringe Kosten auszeichnet. Die Druckform aus Metall oder Kunststoff wird zunächst eingefärbt und dann die überschüssige Farbe abgerakelt. Ein hochelastischer Tampon (Silikonkautschuk) nimmt die Farbe auf und überträgt sie auf den dreidimensionalen Körper des Werbeartikels.

Mit diesem Verfahren ist eine sehr gute Druckqualität, speziell bei kleinsten Schriftgraden (mind. 5pt) und Logos erzielbar. Damit eignet es sich besonders für Werbeartikel und Werbemittel mit kleinen Werbeflächen, wie beispielsweise Schlüsselanhänger, Schreibgeräte oder Feuerzeuge, sowie für Werbeartikel mit unebenen Oberflächen. Der Tampondruck ist das wichtigste Verfahren zum Bedrucken von Werbeartikeln, Giveaways und Werbemitteln und ist aus der Werbemittelbranche als Druckverfahren nicht mehr wegzudenken.

Siebdruck
Siebdruck ist einer der bekanntesten Werbeanbringungsmöglichkeiten und Drucktechniken in der Werbeartikel-Branche. Der Siebdruck wird vorallem zum Bedrucken von textilen Werbeartikeln und Werbemitteln (z.B. T-Shirts) angewendet. Der Siebdruck ist schnell und kostengünstig und bietet darüber hinaus eine grosse Farb- und Lichtechtheit. Mit keinem anderen Druckverfahren können beim Bedrucken von Werbeartikeln und Werbemitteln so viele Farbeffekte auf praktisch jedem Material erzeugt werden wie im Siebdruck. Bei dieser Druckart können die Druckfarben in unterschiedlicher Zusammensetzung und in unterschiedlichen Schichtdicken auf Bedruckstoffe aller Art gedruckt werden.

Beim Siebdruck wird mit einer Rakel die Druckfarbe durch ein auf einen Rahmen gespanntes Kunststoff- oder Metallgewebe auf den Werbeartikel gedrückt. Das Sieb wird fotomechanisch so bearbeitet, damit eine Trennung der druckenden und nicht druckenden Stellen möglich ist, in dem die Maschen an den Stellen, an denen Farbe auf den Werbeartikel gelangen soll, offen bleiben. Die anderen Stellen werden auf dem Sieb verschlossen und in diesem Bereich gelangt mit dem Rakel auch keine Druckfarbe auf den Werbeartikel. Mit dem Siebdruck können fast alle Materialien bedruckt werden, unter anderem Werbeartikel, Giveaways und Werbemittel aus Kunststoff und Textilien.

Transferdruck
Der Transferdruck wird vorwiegend bei Werbeartikeln und Werbemitteln im Textilbereich eingesetzt. Dabei wird eine vorgedruckte Transferfolie mit Hitze und Druck auf den Werbeartikel übertragen. Der Transferdruck wird vor allem bei Werbetextilien eingesetzt, wo das Drucklogo aus technischen Gründen mit dem gängigen Siebdruck nicht direkt auf den Werbeartikel gedruckt werden kann (z.B. mehrfarbige Druckmotive mit feinen Rasterverläufen.

Dieses Druckverfahren beinhaltet 2 Arbeitssschritte:

– In einem 1. Schritt wird das Drucklogo auf ein spezielles Trägermaterial (Transferfolie) gedruckt.

– In einem 2. Arbeitsschritt wird die bedruckte Transferfolie mit einer Transferpresse mit Hitze und Druck auf den textilen Werbeartikel gepresst.

Dieses Druckverfahren zeichnet sich durch eine hohe Deckkraft und Farbintensität der Drucklogos aus. Somit ist es möglich, auf textilen Werbeartikeln und Werbemitteln eine besonders gute Deckkraft und eine sehr hohe Farbintensität des Drucklogos zu erreichen.

Lasergavur
Bei den Werbeanbringungsmöglichkeiten in der Werbemittel – Branche gehört die Lasergravur zu den haltbarsten und exklusivsten Veredelungsformen auf Werbeartikeln und Giveaways. Die Lasergravur wird überwiegend für die Individualisierung von Werbegeschenken aus Metall, wie z.B. auf edlen Schreibgeräten, USB-Sticks, Taschenlampen Etuis etc. eingesetzt.

Prägung
Als Blindprägung bezeichnet man einen Prägedruck auf den Artikel. Dabei wird das Logo oder Sujet entweder vertieft oder erhaben direkt auf das Material des Werbeartikels geprägt. Prägungen werden häufig für die Werbeanbringung bei Lederwaren eingesetzt. Die Prägung verleiht dem Werbemittel einen edlen und dezenten Charakter. Es gibt die Blindprägung und die Folienprägung.

Die Blindprägung wird ohne Farbe, die Folienprägung mit einer Farbfolie (Silber oder Gold) auf den Artikel gepresst.

Offsetdruck
Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren. Dieses Druckverfahren wird für das Drucken von Bücher, Verpackungen, Visitenkarten, Briefpapier, Broschüren, Katalogen usw. angewendet. Der Offsetdruck kann aber auch zum Bedrucken von Werbeartikeln und Werbemitteln angewendet werden. Papierfahnen oder Papier-Tragetaschen werden beispielsweise im Offsetdruck als Werbeartikel und Werbemittel hergestellt.

Der Offsetdruck bzw. ein indirektes Druckverfahren bedeutet, dass nicht direkt von Druckplatte auf Papier gedruckt wird, sondern die Farbe erst über eine weitere Walze übergeben wird und erst von dieser endgültig auf den bedruckten Artikel bzw. den Werbeartikel gedruckt wird.

Verwandte Druckverfahren sind Tiefdruck wie auch der Flexodruck.

Digitaldruck
Vom Digitaldruck spricht man grundsätzlich dann, wenn der Rechner und die Druckmaschine online verbunden sind. Die zu druckenden Motive werden digital aufgenommen, im Rechner bearbeitet (Farbkorrektur, Gestaltung) und schliesslich über eine mit dem Rechner verbundene Digitaldruckmaschine gedruckt.

Der Digitaldruck wird für die Bedruckung von Papier in Kleinauflage angewendet. In der Werbemittel-Branche ist dies bei Doming’s üblich. Doming’s sind Etiketten, welche nach dem Druck mit einer transparenten Epoxydschicht geschützt werden.

Stick:
Stickereien sind eine sehr beliebte Werbeanbringungsmöglichkeit auf textile Artikel und wirken hochwertig, edel und sind extrem langlebig. Daher gehört dieses Verfahren zu den beliebtesten Formen der Textilveredelung. Das gewünschte Motiv wird über Stickmaschinen auf Werbetextilien, Caps oder Taschen angebracht.

Dabei kann die Stickerei sowohl einfarbig als auch in mehreren Farben gestaltet werden. Eine besondere Eigenschaft der Bestickung ist die Waschbeständigkeit und die damit verbundene hohe Qualität und lange Haltbarkeit auf den Werbeartikeln. Da es sich um Fäden handelt, die auf dieselbe Art gefärbt sind wie die Textilien, ist ein Ausbleichen der Bestickung fast unmöglich.

Datenanlieferung

Für eine gute Qualität der Veredelung sind gute Daten eine Schlüsselvoraussetzung.
Sogenannte Vektorfiles (.eps oder in .pdf) lassen sich proportional ohne Qualitätsverlust vergrössern oder verkleinern. Die Definition der anwendbaren Farben hilft, Ihren CI-Vorgaben zu entsprechen (z.B. nach Pantone-Raster). 

Bei schlechter Datenqualität entstehen Kosten für Datenaufbereitung (z.B. erstellen einer Vektordatei).
Diese werden gemäss Grafikeraufwand auf das Produkt gerechnet oder separat in Rechnung gestellt.